Sicherheit im Sport ist nicht nur körperlich, sondern auch mental
In der Zeitschrift L’Avisio, dem lokalen Magazin der Täler Fiemme, Fassa und Cembra, erscheint ein etwas anderer Beitrag als gewohnt. In dieser neuen Ausgabe unserer Versicherungsrubrik, die dem Thema Risiko gewidmet ist, haben wir Ilenia Defrancesco, Psychologin, Mental Coach und ehemalige Profisportlerin, um einen besonderen Blickwinkel gebeten.
Mit dem Näherrücken der Olympischen Winterspiele lädt ihr Beitrag dazu ein, Risiko nicht nur als äußere Gefahr zu betrachten, sondern auch als mentale Herausforderung – jene, der sich jeder Athlet vor einem Wettkampf stellt und die wir alle im Alltag erleben.
Wenn wir an Sicherheit im Sport denken, kommen uns meist sofort Helme, Schutzkleidung, Verletzungen, vereiste Pisten oder Stürze in den Sinn. Doch es gibt eine weitere, weit weniger sichtbare, aber ebenso reale Form von Risiko: das emotionale und psychologische Risiko.
Als ehemalige Profisportlerin erinnert sich Ilenia daran, dass sie vor jedem Wettkampf nicht nur die Angst vor Verletzungen begleitete, sondern auch Zweifel, Leistungsdruck und die Sorge, nicht zu genügen. Ein Risiko, das niemand sieht, das aber jeder spürt: steigende Anspannung, kreisende Gedanken, ein Geist, der schneller läuft als der Körper.
___________
Die Sportpsychologie zeigt klar, dass Sicherheit nicht nur aus Kraft, Technik und Trainingsplänen besteht. Sie entsteht auch durch einen stabilen Geist – einen Geist, der Stress regulieren, klare Entscheidungen treffen und nach Fehlern schnell wieder Fokus finden kann. Studien belegen, dass hohe Angstzustände das körperliche Risiko erhöhen: Muskelspannung nimmt zu, Aufmerksamkeit verengt sich, Bewegungen werden weniger flüssig und die Unfallwahrscheinlichkeit steigt. Mentale Sicherheit ist daher kein abstraktes Konzept, sondern ein konkreter Schutzfaktor für den Körper.
Der Geist funktioniert wie ein Warnsystem: Ist er überlastet, gerät alles ins Wanken. Ist er vorbereitet, wird er selbst zu Schutz. Deshalb ist mentale Vorbereitung heute ein fester Bestandteil des modernen Sports. Sie hilft Athletinnen und Athleten, Druck auszuhalten, Unsicherheit zu akzeptieren und auch dann ruhig zu bleiben, wenn Tempo und Erwartungen steigen.
Gerade bei großen sportlichen Ereignissen wie den Olympischen Winterspielen wird deutlich, wie sehr neben der physischen Belastung auch emotionale Risiken wirken: mediale Aufmerksamkeit, hohe Erwartungen und die Angst, das angestrebte Ziel nicht zu erreichen. Eine innere Sicherheit, die man nicht sieht, die aber den entscheidenden Unterschied macht.
Dieser Gedanke lässt sich unmittelbar auf unseren Alltag übertragen. Auch wir stehen täglich vor Risiken, die wir nicht vollständig kontrollieren können: Entscheidungen, Verantwortung, Gesundheit, unerwartete Ereignisse. Genau wie im Sport brauchen wir daher zwei Formen von Schutz.
Einen äußeren, konkreten Schutz, der hilft, die Folgen von Unvorhergesehenem abzufedern. Und einen inneren, mentalen und emotionalen Schutz, der uns erlaubt, klar zu bleiben, handlungsfähig zu bleiben und nicht von Unsicherheit überwältigt zu werden.
Im Versicherungsbereich bedeutet Schutz vor allem eines: vorbereitet zu sein. Versicherungen reduzieren die Auswirkungen von Risiken und schaffen eine stabile Basis, von der aus man neu starten kann. Ähnlich funktioniert es in der Psychologie: Strategien wie Atemtechniken, Stressmanagement, Selbstwirksamkeit und Achtsamkeit sind eine unsichtbare Form der Absicherung – sie helfen, auch dann stabil zu bleiben, wenn alles unsicher wird.
Risiko lässt sich weder im Sport noch im Leben vollständig vermeiden. Doch wir können lernen, es zu erkennen, anzunehmen und mit mehr Bewusstsein zu begegnen. Indem wir uns außen mit konkreten Lösungen schützen und innen jene emotionale Sicherheit entwickeln, die uns erlaubt, weiterzugehen, zu wachsen und mit mehr Gelassenheit zu leben.
Denn echte Sicherheit entsteht dort, wo Körper und Geist lernen, zusammenzuarbeiten.
Ilenia Defrancescos Beitrag erinnert uns daran, dass Risiko nicht nur physisch ist, sondern auch in unseren Gedanken und Emotionen liegt. Vorbereitung bedeutet, beide Dimensionen zu schützen. Wie Athletinnen und Athleten Körper und Geist trainieren, können auch wir das, was uns wichtig ist, bewusst absichern.
Wir von Allianz 391 begleiten Sie dabei – mit Klarheit, Vorbereitung und der richtigen Balance zwischen äußerem Schutz und innerer Sicherheit. Sprechen wir darüber.
📩 contact@allianz391.it
📍 Oder besuchen Sie uns in einer unserer Geschäftsstellen in Trentino-Südtirol.
Artikel mit dem Beitrag von Ilenia Defrancesco – Psychologin und Mental Coach
info@ileniadefrancesco.com – www.ileniadefrancesco.com
⚠️ Fragen?
Für weitere Informationen stehen wir gerne zur Verfügung!
